Sankt Nikolaus Kapelle



Durch das Zusammenwirken vieler Helfer, durch großzügige Materialspenden, und nicht zuletzt durch die kongeniale Übereinstimmung zwischen dem Initiator Ernest Ulbrich und dem Ortspfarrer von Adlwang, P. Matthias Jungreithmayr konnte eine kleine Kapelle errichtet werden. Sie sollte an das alte Nikolaus-Heiligtum erinnern und zu einer lebendigen Stätte des Gebetes werden.

Bauarbeiten
Bauarbeiten am Rohbau
Dachdecken
Dachdecken

Nach über 20 Jahren lässt sich sagen, dass die Strahlkraft dieses heiligen Ortes ungebrochen ist, so als ob es nie anders gewesen wäre.


Einige Details zum Gebäude

Einweihung
Einweihung der Kapelle durch P. Matthias
Es ist eine kleine Kapelle, und doch steckt sie voll historischer Erinnerungen. Sie will die Verbindung zur alten Nikolauskirche herstellen, in deren unmittelbarer Nähe sie steht.

Der Grundstein der Kapelle, an deren Rückseite sichtbar, ist dem Unterbau des Marienaltares anlässlich der Renovierung der Pfarrkirche Waldneukirchen entnommen worden. Ebenso stammt die massive Eichtüre aus Waldneukirchen, wo diese über 150 Jahre als Sakristeitüre diente. Die "Butzenscheiben" der Fenster sind alten Kirchenfenstern von Adlwang entnommen.

Altar
Altar der Nikolauskapelle
Die Holzdecke ziert ein kombiniertes Wappen. Es enthält die Gemeindewappen von Adlwang und Waldneukirchen, das Wappen der Herren von Grünburg, sowie die drei goldenen Kugeln als Symbol des Heiligen Nikolaus. Die in rot gehaltenen Verzierungen der Holzdecke sind einem Überrest der originalen Holzdecke der St. Nikolai-Kirche entnommen.

Der unmittelbare Altarbereich ist durch ein Gitter geschützt. Die Statue des Heiligen Nikolaus in der Altarnische ist eine Gabe von P. Nikolaus Zacherl vom Stift Kremsmünster.

Flankierend sind der Heilige Petrus als Patron der Mutterpfarre Waldneukirchen und die Gottesmutter Maria, hier in der Darstellung der "Patrona Bavariae" zu sehen, um sowohl die Verbindung zur jetzigen Pfarre Adlwang als auch zum alten Stammland Bayern herzustellen.

1988 erhielt die Kapelle einen hölzernen Turm, in dem sich drei kleine Glocken befinden, die nach dem Te-Deum-Motiv gestimmt sind. Sie sind dem Heiligen Nikolaus, der Jungfrau Maria und Heiligsten Herzen Jesu geweiht. Das Turmkreuz mit dem barocken Knauf stammt von der Pfarrkirche Adlwang.

An der Vorderfront, zur Straße hin, ist in einen Spruchband zu lesen: "Heiliger Nikolaus, bitte für uns!" Jeder, der hier vorbeikommt und einen Blick auf diese Worte richtet, spricht bereits ein Gebet, sei er nun fromm oder nicht!


Das religiöse Leben an der St. Nikolaus-Kapelle

Es ist ausgerichtet nach dem Kirchenjahr, enthält aber besondere ortsbezogene Elemente. Grundsätzlich gibt es am letzten Sonntag im Monat eine Andacht, die hauptsächlich von der Nachbarschaft und Freunden besucht wird. Besondere Gebetszeiten sind die Advent- und Fastensonntage, wo jeweils eine Andacht gehalten wird.

Maiandacht
Maiandacht
Zu Weihnachten und Ostern gibt es je eine gesungene Vesper.

Die meisten Besucher kommen zu den Maiandachten am ersten und dritten Sonntag im Mai.

Die besonderen Feiern hängen natürlich mit der Kapelle als solche zusammen. Ein stimmungsvoller Höhepunkt des Jahres ist der Laternengang am Nikolausabend, ausgehend vom Kirchenplatz in Adlwang, hin zur Nikolauskapelle, der jedes Jahr eine getreue Schar anzieht. Bei dieser Feier wird der Segen mit dem Nikolaus-Myron erteilt, dem heiligen Öl, das bis zum heutigen Tage aus dem Sarkophag des Heiligen Nikolaus in der Kirche San Nicola in Bari in Unteritalien entweicht.

In Erinnerung an die alte Nikolauskirche werden auch deren Weihegedenktage gehalten. Zuletzt sei noch die Feier des Weihetages der Kapelle im September erwähnt.

Doch auch außerhalb dieser offiziellen Andachten besuchen viele Menschen aus nah und fern die St. Nikolaus-Kapelle in Adlwang. Viele von ihnen tragen ihre Sorgen und Anliegen, aber auch ihren Dank in das aufliegende Besuchs- und Fürbittbuch ein, dessen Inhalt die Grundlage für das große Fürbittgebet am Jahrtag der Weihe bildet. Manche Besucher drücken ihre Bitten und auch ihren Dank in Form von Votivgaben aus, seien es nun Kerzen, Bilder oder Geldspenden. Inzwischen ist es unmöglich, alle Votivgaben gleichzeitig zu zeigen. Und doch sind sie Zeichen eines ungebrochenen Vertrauens in die Fürsprache des Heiligen Nikolaus, dem sich viele Menschen an diesem Ort besonders nahe fühlen.

Gerade in der heutigen Zeit der Sinnentleerung bieten "Orte der Kraft" die Möglichkeit, zu sich selbst zu finden, in der Stille und Abgeschiedenheit eines heiligen Ortes, einen neuen Draht zu knüpfen mit dem Schöpfer aller Dinge, der immer wieder Menschen erwählt, ihrer Mitmenschen den Weg zu einem sinnvollen, erfüllten Leben und letztendlich den Weg zur ewigen Vollendung zu weisen.



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